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Pole Pro Installationshandbuch

Eine fachgerechte Installation der Wallbox ist die Grundlage für einen zuverlässigen Betrieb. Deshalb lohnt es sich, die möglichen Risiken, die wichtigsten Schritte und das benötigte Werkzeug im Voraus zu kennen, für eine sichere und reibungslose Installation.

Im Folgenden gibt es eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation des e-Chargers Pole Pro, mit allen Informationen, die für eine präzise Durchführung benötigt werden. Ergänzend dazu sind der vereinfachte Schaltplan sowie die Explosionszeichnung verfügbar, jeweils für die Boden- und die Wandvariante.

Der Pole Pro ist ein Ladegerät für Elektroautos und Plug-in-Hybride. Er wird über ein Wechselstromnetz mit Strom versorgt. Die Verbindung zum Fahrzeug ist per Stecker oder als Festanschluss möglich. Das Gerät kann an der Wand oder auf dem Boden montiert werden und eignet sich für Innen- und Außenbereiche.

Hinweis: Inhalte können ohne vorherige Ankündigung aktualisiert werden. Abbildungen dienen der Orientierung und können vom tatsächlichen Produkt abweichen.


Die vollständige Version des Pole Pro‑Installationshandbuchs kann als PDF geöffnet werden.

Benötigtes Werkzeug für die Installation

Bohrmaschine

Hammer

Kabelschneider

Maßband

Schraubendreher

Wasserwaage und Bleistift

Schrauben und Dübel

Im Lieferumfang enthalten

Bodenversion

1x
Basis

1x
Struktur

4x
Mutter DIN 934 M10

4x
Unterlegscheibe DIN125 10,5

Wandversion

1x
Halterungen

1x
Struktur

1x
Unterlegscheibe DIN 9021 5,3 und Mutter DIN 934 M5

4x
Dübel Nr. 8 L40 und Schraube DIN 7982 5,5×45

1x
Gummischeibe 5×25

Alles zur Einrichtung und zum Start des Ladegeräts – Schritt für Schritt.

Installationsschritte für den e-Charger Pole Pro

Bodenversion

Ein Betonfundament gießen und dabei mittig ein Rohr für die Kabelführung einlegen. Anschließend prüfen, ob das Fundament waagerecht ist.

Sobald der Beton ausgehärtet ist, das Stromkabel durch das PVC-Rohr ziehen.

Die Ladegerätebasis aus der Verpackung nehmen.

Die Maße der Ladegerätebasis beachten.

Die Ladegerätebasis an der vorgesehenen Stelle platzieren und die 4 Bohrlöcher markieren.

An den markierten Stellen bohren, M10-Gewindestangen (100 mm) einsetzen – mindestens 20 mm müssen herausstehen – und mit Dübeln befestigen.

Die Basis aufsetzen und mit Unterlegscheiben DIN 125 10,5 und Muttern DIN 934 M10 fixieren. Prüfen, ob die Basis gerade sitzt.

Das Gerät auf die Basis setzen und mit 4 Unterlegscheiben DIN 125 10,5 sowie 4 Muttern DIN 934 M10 sichern. Abschließend die Stromversorgungskabel korrekt an den vorhandenen Klemmen anschließen. Hinweis: Den Abschnitt „Elektrischer Anschluss“ beachten.

Wandversion

Die Wandbefestigungshalterungen aus der Verpackung entnehmen.

Die Bohrlöcher für die Wandbefestigung anhand der angegebenen Maße markieren.

Soll das Kabel hinter der Wand verlegt werden, eine Wanddurchführung mit einem Abstand von mindestens 110 mm zur oberen Befestigungshalterung bohren. Der Durchmesser richtet sich nach dem zu verlegenden Kabelquerschnitt.

An den Markierungen mit einem 8er-Bohrer bohren und den Halter mit 4 Dübeln Nr. 8 L40 sowie 4 Schrauben DIN 7982 5,5×45 befestigen.

Die geräteseitigen Halterungen in die wandseitigen Halterungen einrasten.

Das Gerät an der unteren Halterung mit der Gummischeibe 5×25, der Unterlegscheibe DIN 9021 5,3 und der Mutter DIN 934 M5 sichern. Abschließend die Stromversorgungskabel korrekt an den vorhandenen Klemmen anschließen. Hinweis: Den Abschnitt „Elektrischer Anschluss“ beachten.

Elektrischer Anschluss

Die Versorgungsleitung muss an eine bestehende Installation angeschlossen werden und dabei den geltenden lokalen Vorschriften entsprechen. Dabei sind die nationalen und internationalen Installationsnormen zu beachten (z. B. IEC 60364-1 und IEC 60364-5-52). Leitungsschutzschalter und Fehlerstromschutzschalter sind in der Zuleitung des Ladepunkts zu installieren. Weitere Schutzeinrichtungen können entsprechend den lokalen Vorschriften ergänzt werden.

Leitungsschutzschalter

Der Kurzschlussschutz wird durch die Schutzeinrichtungen der Installation gewährleistet, deren Kurzschluss-Energiebegrenzung 75.000 A²s nicht überschreitet. Bei der Auslegung des Schutzschalters sind mögliche Temperaturschwankungen im Schaltschrank zu berücksichtigen. Der Schutzstrom muss auf den maximalen Ausgangsstrom des Ladegeräts abgestimmt sein; empfohlen wird das 1,25-fache des Nennstroms des Stromkreises.

Fehlerstromschutzschalter auslegen

Die Dimensionierung muss von einer Fachkraft vorgenommen werden. Jede Ladestation ist an einen eigenen Fehlerstromschutzschalter anzuschließen. An diesen darf kein weiterer Stromkreis angeschlossen werden. Es ist ein superimmunisierter Typ-A-Fehlerstromschutzschalter zu verwenden (gemäß der jeweils geltenden nationalen Norm).

Auslegung der Überspannungsschutzgeräte

Schreibt die nationale Gesetzgebung den Einsatz eines Überspannungsschutzgeräts vor, muss dieses auf den maximalen Ausgangsstrom der Ladestation ausgelegt sein. Es kann direkt in den Ladepunkt integriert werden, indem das entsprechende Zubehör gewählt wird.

Auslegung der Versorgungsleitung

Die Auslegung der Installation hat normkonform zu erfolgen. Dabei sind die thermischen Belastungen zu berücksichtigen, denen das Kabel unter den jeweiligen Lastverhältnissen ausgesetzt ist.

Elektrischer Anschluss

Es wird empfohlen, das Leerrohr 15 cm in das Ladegerät einzuführen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Einspeisung erfolgt über den im Ladegerät integrierten Eingangstrennschalter, diese Klemmen versorgen das gesamte Ladegerät. Die Verwendung von Aderendhülsen ist zwingend erforderlich.

Konfiguration der elektrischen Installation

Einphasige Konfiguration. Die Kabel gemäß der Zeichnung an die Anschlussklemmen anschließen: braunes Kabel (1) an Phase R (L1), blaues Kabel (2) an Neutralleiter (N), grün-gelbes Kabel (3) an Schutzleiter oder Potenzialausgleich (PE).

Dreiphasige Konfiguration. Die Kabel gemäß der Zeichnung an die Anschlussklemmen anschließen: braunes Kabel (1) an Phase R (L1), schwarzes Kabel (2) an Phase S (L2), graues Kabel (3) an Phase T (L3), blaues Kabel (4) an Neutralleiter (N), grün-gelbes Kabel (1) an Schutzleiter (PE).

Internetverbindung

Pole Pro unterstützt folgende Konnektivitätsoptionen:

Ethernet (LAN-Kabel)

Das LAN-Kabel am Steuergerät anschließen. Die Verbindung wird automatisch aufgebaut. DHCP muss auf automatische IP-Adressvergabe konfiguriert sein.

3G / 4G

Die Verbindung erfolgt über eine SIM-Karte eines beliebigen Mobilfunkbetreibers. Die PIN-Abfrage der SIM-Karte ist vorab zu deaktivieren; anschließend die Karte in den dafür vorgesehenen Slot der Steuerplatine einsetzen.

WLAN-Hotspot

Der WLAN-Hotspot ermöglicht die Konfiguration von e-Chargern ohne bestehende Netzwerkverbindung und zwar in den ersten 10 Minuten nach dem Einschalten. Zur Reaktivierung genügt ein Neustart des Ladegeräts.

Nach der Aktivierung erscheint das Hotspot-Symbol. Die Verbindung erfolgt wie bei einem herkömmlichen WLAN-Netzwerk. Dazu das Netzwerk „V2C_Polepro“ gefolgt von der jeweiligen Connector-ID auswählen und das Passwort „pole12345678″ eingeben.

Um auf die Hotspot-Benutzeroberfläche zuzugreifen, die mobilen Daten am Smartphone deaktivieren. Anschließend einen Webbrowser öffnen, die IP-Adresse 192.168.4.1 eingeben und als Anmeldedaten jeweils „admin“ verwenden.

Im Netzwerk-Tab dann Name und Passwort des WLAN-Netzwerks eingeben, mit dem der e-Charger verbunden werden soll. Das Gerät startet neu, sobald die WLAN-Verbindung aktiv ist.

HINWEIS: Über die App lässt sich die WLAN-Konfiguration ändern. Ist das Gerät dabei bereits per WLAN verbunden, kann es vorkommen, dass die neue Konfiguration ungültig ist und die Internetverbindung unterbrochen wird.

WLAN über Bluetooth


Ohne aktive Netzwerkverbindung ermöglicht der Pole Pro den Zugriff auf das Ladegerät über V2C Cloud per Bluetooth (diese Funktion steht bei bestehender Internetverbindung nicht zur Verfügung).

Nach dem Koppeln des Ladegeräts erscheint auf dem Startbildschirm der App neben dem Gerät ein Bluetooth-Symbol, darüber lassen sich alle verfügbaren Einstellungen aufrufen.

Wie wird mit der Pole Pro geladen?

Den gesamten ersten Ladevorgang entdecken — vom Anschließen des Ladekabels bis zur Bedeutung der LED-Signale an den Steckern. Außerdem: alles über effizientes und fortschrittliches Lastmanagement.

OCPP

Integration des Ladegeräts in ein zentrales Netzwerkmanagementsystem über das OCPP-Protokoll.

LED-Beleuchtung

Bedeutung der LED-Farbkodierung an den Gerätesteckern; Statusanzeigen auf einen Blick.

Technische Daten

Wallbox

Pole Pro

Farbe

⚫ Schwarz

Material

Vandalismusgeschützter Stahl

Gewicht

55 kg

Display*

Ja
8” – 1.000 Lumen

Modus

3 PWM-Steuerung nach ISO/IEC 61851-1

RFID-Leser

ISO/IEC 14443 A/MIFARE – nur bei V2C Cloud-Modellen

MID-Zähler

nur bei V2C Cloud-Modellen

Schutz je Stecker

Typ-A-FI-Schalter und 40A-Schutzschalter

Betriebstemperatur

-25 °C bis 70 °C

Lagertemperatur

-40 °C bis 70 °C

Beleuchtung: LED-Ladezustandsanzeige

Sicherheitshinweise

Stromschlaggefahr

Partikelprojektion

Verletzungsgefahr

Erdungsanschluss erforderlich

Warnung: Werden die Sicherheitshinweise nicht beachtet, besteht Gefahr für Leben und Gesundheit sowie das Risiko von Geräteschäden. V2C haftet nicht für Schäden, die durch Nichtbeachtung dieser Hinweise entstehen.

Elektrische Gefahr: Montage, Erstinbetriebnahme und Wartung der Ladestation dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Dieses ist für die Einhaltung aller geltenden Vorschriften und Normen verantwortlich.

Beschädigte, verschmutzte oder abgenutzte Ladestecker dürfen unter keinen Umständen verwendet werden.
Der Betreiber ist dafür verantwortlich, dass das Ladegerät stets in einwandfreiem Zustand betrieben wird. Stecker, Ladekabel und Gehäuse der Ladestation sind regelmäßig einer Sichtprüfung zu unterziehen.
Der Hersteller kann den Kunden bei internen Anpassungen am Ladegerät aus der Ferne unterstützen. Eigenmächtige Umbauten oder Modifikationen an der Ladestation sind daher nicht gestattet. Sicherheitskennzeichen, Warnhinweise, Typenschilder, Leitungsmarkierungen und Identifikationsplatten dürfen nicht entfernt werden.
Im Fehlerfall ist das Ladegerät unverzüglich vom Netz zu trennen und der Defekt zu melden. Bei schwerwiegenden Schäden ist ein Austausch erforderlich.
Für den Anschluss des e-Chargers sind weder Verlängerungskabel noch Adapter zulässig. Die Installation hat mit dem vorgesehenen Anschlusskabel gemäß den jeweils geltenden nationalen Vorschriften zu erfolgen.
Belüftung: Aufgrund der verwendeten Fertigungstechnologie ist eine Zwangsbelüftung nicht erforderlich. Fahrzeuge, die eine Zwangsbelüftung benötigen, dürfen nicht angeschlossen werden.
Das Ladekabel ist stets am Stecker zu trennen, niemals am Kabel selbst zu ziehen. Unsachgemäßes Trennen kann zu Schäden führen.
Das Gerät ist gegen elektrischen Schlag der Schutzklasse I geschützt.

CE-Kennzeichnung vorhanden. V2C stellt die zugehörigen Konformitätserklärungen bereit.

RoHS-konform gemäß 2011/65/EU. Konformitätserklärungen sind verfügbar.

Elektrische und elektronische Geräte sowie Zubehör getrennt vom Hausmüll entsorgen.

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