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Cloud-basiertes Lastmanagement

Diese Funktion ist für Installationen mit mehreren e-Chargern gedacht – auch bei komplexen Anlagen oder wenn verschiedene V2C-Ladestationen zusammen eingesetzt werden. Sie hilft außerdem, wenn das dynamische Lastmanagement vor Ort nur eingeschränkt möglich ist.

Die verfügbare Leistung wird zwischen den e-Chargern verteilt. Dabei kann auch überschüssige Energie aus dem Haushalt oder aus einer PV-Anlage mitgenutzt werden.

Im Unterschied zum klassischen dynamischen Lastmanagment übernimmt hier nicht ein „Master“-Charger die Steuerung, sondern die Server der V2C Cloud. So lassen sich in Echtzeit Entscheidungen treffen, um die Gesamtleistung der Installation nicht zu überschreiten und PV-Energie optimal fürs Laden zu nutzen. Deshalb ist eine Internetverbindung für alle e-Charger erforderlich.

Wie funktioniert das Cloud-Leistungsmanagement?

Wenn nur e-Charger in der Installation vorhanden sind, braucht es keinen zusätzlichen Zähler für den Leistungsausgleich. Sobald aber noch ein weiteres System angeschlossen ist – etwa ein Gebäude oder eine Fabrik – und die Leistung gemeinsam verteilt werden soll, wird ein Verbrauchszähler benötigt: EnegiC von V2C.

Enegic

EnegiC ist ein WiFi-Energiezähler, der sich einfach installieren lässt und vier mögliche Eingänge bietet. Dadurch sind Setups von einphasig bis dreiphasig möglich – auch in Kombination mit Photovoltaik.

Die Messung erfolgt über flexible Rogowski-Sensoren (enthalten) für 36 mm und 100 mm Kabeldurchmesser.

Cloud-Leistungsmanagement installieren – mit zusätzlicher Verbraucherstruktur (Gebäude/Fabrik)

Die Installation darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen. Die ausführende Person ist für die Einhaltung aller geltenden Installationsvorschriften und Normen verantwortlich.

So wird der Zähler installiert

Zuerst den Stromzähler-/Verteilerkasten öffnen und die Phasen identifizieren. In der Regel gilt: L1 = braun, L2 = schwarz, L3 = grau.

Die mitgelieferten Sensoren um die jeweiligen Phasen legen.

Als Nächstes den Zähler öffnen: beide Seiten gleichzeitig drücken und den Deckel anheben.
Stromsensoren am Klemmenblock anschließen: L1 → 1, L2 → 2, L3 → 3.
Rot an +, Schwarz an −.

Gerät mit dem mitgelieferten Netzteil versorgen. Rotes Kabel an +, schwarzes Kabel an −. Wichtig: Die Zuleitung zum Zähler mit dem passenden Leitungsschutzschalter (Automat/Sicherung) absichern.

Zähler in der EnegiC App einrichten

Nach dem Einschalten muss die blaue LED blinken. Wenn nicht: Knopf 10 Sekunden drücken.

EnegiC App installieren, Konto erstellen, Gerät hinzufügen und mit dem WLAN verbinden (Anleitung in der App).

Lizenz hinzufügen: QR-Code aus der Verpackung in „Lizenz“ unter „Einstellungen/Konfiguration“ eintragen.

Der Zähler funktioniert in der App und auch im Web-Portal. Auf Wunsch kann er auch den Verbrauch der Installation verwalten.

Installationsdesign

Das Cloud-Leistungsmanagement bietet ein leistungsstarkes Tool zur Planung der Installation. Zur Nutzung muss das Installationslayout einfach als Einlinienschaltbild im Bereich „Dynamisches Lastmanagement (Cloud)“ angelegt werden. Dort lassen sich alle benötigten Regeln und Einschränkungen schnell und übersichtlich definieren.

WICHTIG: Die Phasen müssen im Plan genau so eingetragen werden, wie sie vor Ort angeschlossen sind. Sonst funktioniert die Regelung nicht richtig.

Mit dem eigenen Konto bei v2c.cloud anmelden (dasselbe Konto, mit dem die e-Charger verknüpft sind).
Im Bereich „Dynamisches Lastmanagement (Cloud)“ auf „Design hinzufügen“ klicken.

Klicken Sie auf die Schaltfläche ‚Installation‚ und geben Sie den Namen, das Land und die maximal verfügbare Leistung der Installation an.

Zeichnen Sie die Installation entsprechend der tatsächlichen Installation. Falls ein Messgerät vorhanden ist, muss dieses das erste Element sein, das nach den Phasenleitungen eingezeichnet wird. Das Energiezählergerät verfügt über ein Token (external ID).

Token bei EnegiC hinterlegen

Den Token aus dem Schritt zuvor jetzt bei EnegiC eintragen. Dafür auf app.enegic.com gehen und sich mit dem Konto anmelden, mit dem der Zähler verbunden wurde.

In „Einstellungen“ auf „Reporter“ gehen: „Hinzufügen“ klicken, V2C suchen und „add reporter“ auswählen (Name kann geändert werden).

Im Feld „Manufacturer ID“ die alphanumerische Kombination (External ID) eingeben und den passenden Zähler auswählen. Die Größe der Hauptsicherung ist dabei nicht relevant. Zum Schluss „save changes“ klicken, um zu speichern.

Das Cloud-Leistungsmanagement funktioniert nur, wenn in der Installation ein Leitungsschutzschalter (LS) bzw. Sicherungsautomat / magnetothermischer Schutzschalter vorhanden ist. Das ist verpflichtend, weil er die Installation schützt.
Wurde die Anlage mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 1 ausgelegt – also so, dass alle Verbraucher gleichzeitig laufen können, ohne dass die Installation begrenzt – muss der Nennstrom des Hauptschutzschalters entsprechend in der Konfiguration hinterlegt werden, unabhängig von den weiteren Eigenschaften der Installation.

Fügen Sie die e-Charger hinzu, und geben Sie an, ob diese einphasig oder dreiphasig sind. Legen Sie außerdem die maximale Stromstärke fest, mit der jeder Ladepunkt laden soll.

Speichern Sie abschließend die Installation. Jetzt können Sie die Cloud-Leistungssteuerung verwenden!

Übersicht der Installation

Im Hauptbildschirm des Menüs „Dynamisches Lastmanagement (Cloud)“ die gewünschte Installation auswählen und auf das Augen-Symbol tippen. So lässt sich der aktuelle Status der Installation anzeigen, inklusive Leistungen und der aktiven Ladepunkte.

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