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Leistungssteuerung individuell einstellen

In dieser Anleitung wird erklärt, wie sich die Leistungssteuerung sinnvoll konfigurieren lässt. Ziel ist ein stabiler Ladebetrieb, abgestimmt auf die jeweilige Installation.

Die optimalen Einstellungen hängen von Stromtarif, Netzanschluss und Nutzungsprofil ab. Eine angepasste Konfiguration ermöglicht es, die verfügbare Leistung gezielt einzusetzen und die Energie effizienter zu nutzen.

Wenn die Leistungssteuerung aktiv ist, kann sie in der V2C Cloud App oder im Portal www.v2c.cloud eingestellt werden. Dazu den e-Charger auswählen und die Einstellungen öffnen.

Ladestrom begrenzen und anpassen

Die Basis der Leistungssteuerung: Mindest- und Maximalwert für den Ladestrom festlegen. Dazu wird ein Bereich zwischen minimalem und maximalem Wert definiert und per Wischgeste angepasst.

Bei Pole Pro lassen sich beide Werte pro Steckdose separat einstellen.

Hinweis: Wirksam ist stets der kleinere Wert aus konfiguriertem Maximalstrom und vertraglich verfügbarer Anschlussleistung.

Ladeprofile einrichten

Mit Ladeprofilen können je nach Tageszeit unterschiedliche Leistungen eingestellt werden. So lässt sich der Ladestrom steuern. Dafür müssen Leistungsbereiche angelegt werden, die 24 Stunden komplett abdecken – ohne Lücken – für Montag bis Freitag und für das Wochenende. Sind die Zeiten nicht korrekt eingetragen, kann die Konfiguration nicht gespeichert werden.

Ladeprofile OHNE Photovoltaik-Integration

Tabs (Reiter)
Trydan | Trydan Pro
Pole Pro

Im Bereich „Ladeprofile“ lassen sich unterschiedliche Einstellungen für die Leistungssteuerung planen. Zeitfenster können stundenbasiert definiert und an die vertraglich verfügbare Leistung angepasst werden – mit getrennten Profilen für Wochentage und Wochenende.*

Die Konfiguration kann über Bluetooth oder WLAN erfolgen (sofern verfügbar).

Wichtig: Ladeprofile lassen sich nur anpassen, wenn die Leistungssteuerung zuvor korrekt eingerichtet und aktiviert wurde.

Für Pole Pro werden Ladeprofile im Menü „Konfiguration des Ladeprofils“ angelegt. Dort werden zeitabhängige Leistungsbereiche definiert, die sich an der vertraglich vereinbarten Anschlussleistung orientieren. Eine getrennte Parametrierung für Montag–Freitag sowie Wochenende ist vorgesehen.*

Zusätzlich zur vertraglichen Leistung muss die Strombegrenzung je Phase festgelegt werden – sowohl bei einphasigen als auch bei dreiphasigen Geräten. Für eine korrekte Einstellung sind das Einliniendiagramm beziehungsweise der Phasenplan der Installation zu berücksichtigen.

Wichtig: Ladeprofile können nur angepasst werden, wenn die Leistungssteuerung vorher korrekt eingerichtet und aktiviert wurde.

* Nach dem Auswählen, Bearbeiten oder Löschen immer auf „Speichern“ tippen, damit alle Änderungen übernommen werden.
** Die Zeitbereiche müssen den gesamten Tag lückenlos (24 h) abdecken und für alle Wochentage vollständig gepflegt sein. Bei Lücken kann die Personalisierung nicht gespeichert werden.

Ladeprofile MIT Photovoltaik-Integration

Bei Anlagen mit Photovoltaik stehen in der Leistungssteuerung mehrere Energiemodi zur Verfügung. Damit lässt sich je Zeitfenster – getrennt nach Wochentagen und Wochenende – festlegen, welche Energiequelle fürs Laden genutzt wird.

Nachfolgend werden die Modi beschrieben, um bei der Parametrierung der Zeit- und Leistungsbereiche den geeigneten Modus auswählen zu können.

ENERGIEMANAGEMENT-MODI

PV-Exklusivmodus

Im PV-Exklusivmodus nutzt der e-Charger Solarenergie so weit wie möglich, um den Strombezug aus dem Netz zu reduzieren. Ziel ist, den Hausverbrauch bei ausreichender PV-Erzeugung möglichst bei 0 kW Netzbezug zu halten und ansonsten vorrangig PV-Überschüsse zu verwenden.


Wenn die PV-Produktion im Haus höher ist als der aktuelle Bedarf, verteilt das System die Energie intelligent. Wird das Fahrzeug in diesem Moment angeschlossen, wird die Einspeisung so angepasst, dass sie möglichst bei 0 kW liegt: Zusätzliche kW fließen dann in das Laden des E-Autos statt ins Netz.


Da die PV-Erzeugung schwanken kann (z. B. nachts oder bei Bewölkung), reagiert der Modus entsprechend. Reicht die Solarleistung nicht aus, wird der Ladevorgang pausiert, damit die Stromversorgung im Haushalt priorisiert bleibt.

Vertraglich vereinbarte Leistung

Fahrzeug-Verbrauch (immer zugunsten des Haushalts)

PV-Erzeugung

Ladevorgang gestoppt

PV + Mindestleistung

Der Modus „Netzminimum + Photovoltaik“ nutzt PV-Überschüsse so weit wie möglich, ohne den Ladevorgang ständig zu unterbrechen. Im Unterschied zum PV-Exklusivmodus, bei dem das Laden bei zu wenig Solarenergie pausieren kann, bleibt hier eine Mindestladeleistung aktiv. Diese Schwelle wird in der Regel über die V2C Cloud App oder im Portal www.v2c.cloud festgelegt.


So lädt das Fahrzeug mindestens mit der eingestellten Mindestleistung. Gleichzeitig werden PV-Überschüsse weiterhin bevorzugt genutzt und bei Bedarf durch einen minimalen Netzbezug ergänzt, bis die konfigurierte Mindestladeleistung erreicht ist.
Nachts, wenn keine PV-Erzeugung verfügbar ist, hält der e-Charger eine Mindestladung über Netzstrom aufrecht – damit das Laden auch bei geringer Solarproduktion möglich bleibt.


* Bei PV-Anlagen mit Batteriespeicher sollte der Wechselrichter so konfiguriert werden, dass eine Batterientladung begrenzt bzw. vermieden wird, wenn dies das Ziel ist.

Vertraglich vereinbarte Leistung

Autoverbrauch (immer zugunsten des Haushalts)

Photovoltaikproduktion

Netz + PV (Maximale Ladeleistung)

Dieser Modus lädt mit der maximal verfügbaren Vertragsleistung aus dem Netz – ergänzt um die jeweils verfügbare PV-Erzeugung.
Wird die vertraglich verfügbare Leistung durch den Gesamtverbrauch überschritten, pausiert der e-Charger den Ladevorgang, bis der Haushaltsverbrauch sinkt oder die PV-Produktion wieder steigt. So bleibt die Ladeleistung innerhalb der vereinbarten Grenzen.

Vertraglich vereinbarte Leistung

Autoverbrauch (immer zugunsten des Haushalts)

Photovoltaikproduktion

Ladepause

Dieser Modus gibt volle Kontrolle über den Ladevorgang. Statt automatisch zu laden, lassen sich gezielte Ladepausen nach Bedarf einplanen.
Der zentrale Punkt: Es können Zeitfenster definiert werden, in denen das Fahrzeug nicht lädt. Das ist zum Beispiel sinnvoll, um den Netzbezug in Zeiten hoher Auslastung oder zu bestimmten Tarifzeiten bewusst zu vermeiden.

Inselbetrieb / ohne Einspeisung (nur für Trydan und Trydan Pro)

Bei Inselanlagen hat der e-Charger keinen Zugriff auf einen klassischen Stromzähler oder Parameter wie eine vertraglich vereinbarte Anschlussleistung. Stattdessen übernimmt ein Wechselrichter die Regelung: Er erfasst den aktuellen Hausverbrauch und stellt in diesem Moment die passende Energie bereit. Batteriespeicher spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie PV-Überschüsse tagsüber speichern und nachts zur Verfügung stellen.
Ziel in diesem Modus ist, das E-Auto vorrangig mit Solarenergie zu laden und die im Speicher abgelegte Energie möglichst nicht für das Laden zu nutzen, sofern es sich vermeiden lässt.
Trydan und Trydan Pro benötigen hierfür eine direkte Verbindung zum Wechselrichter, damit die Momentanleistung der Batterie ausgelesen werden kann. So stehen Informationen über verfügbare Energie und Ladebedingungen bereit, und die Ladeleistung kann dynamisch an Hausverbrauch und verfügbare Energie angepasst werden.

Steigt der Verbrauch im Haus, reduziert der e-Charger die Ladeleistung, um eine Entladung der Hausbatterie zu vermeiden. Sinkt der Hausverbrauch, erhöht er die Ladeleistung entsprechend.

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Trydan / Trydan Pro
Pole Pro

Wie bei Anlagen ohne Photovoltaik lässt sich die Leistungssteuerung auch hier an die eigenen Anforderungen anpassen per Bluetooth oder WLAN (sofern verfügbar). Dafür einfach den Bereich „Ladeprofile“ öffnen.

Anschließend werden Zeitfenster definiert und für jeden Leistungsbereich der passende Energiemodus ausgewählt. Wenn der gewählte Modus Netzenergie einbezieht, muss zusätzlich die vertraglich verfügbare Anschlussleistung eingetragen werden.

Die Anpassung eines Ladeprofils über Leistungsbereiche ist nur möglich, wenn die Leistungssteuerung zuvor korrekt konfiguriert und aktiviert wurde.

Um die Leistungssteuerung von Pole Pro in einer PV-Installation anzupassen, den Bereich „Konfiguration des Ladeprofils“ öffnen. Dort lassen sich Zeitfenster, Leistungswerte und der passende Energiemodus festlegen. Wird dabei Netzenergie genutzt, muss zusätzlich die vertraglich verfügbare Anschlussleistung eingetragen werden.

Neben der Anschlussleistung ist außerdem die Stromgrenze je Phase zu definieren – unabhängig davon, ob ein- oder dreiphasig geladen wird. Dabei das Installationsschema berücksichtigen.

Hinweis: Die Personalisierung ist nur möglich, wenn die Leistungssteuerung zuvor korrekt eingerichtet und aktiviert wurde.

* Nach dem Auswählen, Ändern oder Löschen immer auf „Speichern“ klicken, damit alle Änderungen übernommen werden.
** Zeitfenster müssen vollständig und lückenlos eingetragen werden: 24 Stunden und alle Wochentage. Sonst lässt sich die Personalisierung nicht speichern.

Dynamisches Lastmanagement personalisieren

Aktualisierungsrate des dynamischen Lastmanagements einstellen

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