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Im Wallbox-Test 2026 unterscheiden sich intelligente Wallboxen vor allem in drei Punkten: der Art der PV-Integration, der Möglichkeit zur lokalen Nutzung ohne Cloud-Abhängigkeit und der Frage, ob ein MID-konformer Stromzähler für die Dienstwagenabrechnung als Option oder nur in einem eigenen Modell erhältlich ist.
Der deutsche Markt für intelligente Wallboxen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausdifferenziert. Neben Trydan von V2C zählen unter anderem go-e, Easee und Zaptec zu den bekannteren Anbietern smarter Ladelösungen für zu Hause. Alle vier Hersteller bieten Modelle mit App-Steuerung, Lastmanagement und unterschiedlichen Ansätzen zur Einbindung von Photovoltaik-Anlagen an, unterscheiden sich jedoch spürbar in der technischen Umsetzung.
Mit der wachsenden Zahl an Elektroautos und privaten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist auch die Nachfrage nach Wallboxen mit intelligenter Steuerung gestiegen. Wer 2026 eine Wallbox kauft, entscheidet damit zugleich, wie gut sich das Ladegerät in eine bestehende PV-Anlage, ein Smart-Home-System oder die Abrechnung eines Dienstwagens einfügt, teils über Jahre hinweg. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich entsprechend, bevor die Entscheidung fällt.
Dieser Wallbox-Vergleich stellt Preis, Ladeleistung, PV-Integration, Cloud-Abhängigkeit, Smart-Home-Anbindung und MID-Zähler-Option der vier Modelle gegenüber und ordnet ein, welches Kriterium für welchen Anwendungsfall relevant ist. Grundlage sind die technischen Datenblätter der Hersteller sowie die Produktangaben von Trydan. Wer sich grundsätzlich mit der Frage beschäftigt, welche Ladeleistung und Ausstattung beim Kauf sinnvoll ist, findet eine ausführliche Einordnung im Artikel Wallbox kaufen: Worauf es 2026 wirklich ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Trydan verbindet sich direkt per WiFi mit dem Wechselrichter, ohne Zusatzhardware oder Cloud-Abhängigkeit.
- go-e, Easee und Zaptec erkennen PV-Überschuss automatisch über ein separat erhältliches Messgerät am Hausanschluss (go-e Controller, Easee Equalizer, Zaptec Sense) oder über ein externes Energiemanagementsystem.
- Trydan ist als einzige der vier Wallboxen mit einer lokalen Core-Integration in Home Assistant vertreten. evcc unterstützt alle vier Hersteller: Trydan und go-e über eine lokale Verbindung, Easee und Zaptec über die Hersteller-Cloud oder OCPP.
- Ein MID-konformer Stromzähler für die Dienstwagenabrechnung ist bei allen vier Herstellern erhältlich: bei Trydan als Option, bei Zaptec serienmäßig in der Go 2, bei go-e im Modell Charger PRO und bei Easee im Modell Charge Max.
- Die Preise reichen von rund 520 € für Einstiegsmodelle bis über 1.200 € für Modelle mit Zusatzausstattung, Trydan ist ab 865,63 € erhältlich (dreiphasig ab 952,14 €).
Inhaltsübersicht
- 1 Welche Kriterien im Wallbox-Vergleich 2026 zählen
- 2 Was unabhängige Wallbox-Tests von ADAC und Stiftung Warentest ergeben haben
- 3 Wie sich Preis und Ladeleistung der verglichenen Wallboxen unterscheiden
- 4 Welche Wallbox die direkteste PV-Integration bietet
- 5 Welche Wallbox sich lokal ohne Cloud und mit Home Assistant oder EVCC betreiben lässt
- 6 Welche Wallbox für die Dienstwagenabrechnung mit MID-Zähler infrage kommt
- 7 Wie sich go-e, Easee und Zaptec im Wallbox-Vergleich einordnen
- 8 Welche Rolle Installation und Netzbetreiber-Anmeldung im Vergleich spielen
- 9 So wählt man die passende Wallbox aus
- 10 Kurz gesagt
- 11 FAQs
Welche Kriterien im Wallbox-Vergleich 2026 zählen
Ein belastbarer Wallbox-Vergleich orientiert sich an sechs Kriterien: Preis, Ladeleistung, Art der PV-Integration, Cloud-Abhängigkeit, Anbindung an Smart-Home-Systeme wie Home Assistant oder EVCC und Verfügbarkeit eines MID-konformen Stromzählers. Diese Kriterien entscheiden darüber, ob eine Wallbox zum jeweiligen Anwendungsfall passt, etwa zur PV-Anlage im Einfamilienhaus, zur Dienstwagenabrechnung oder zur bestehenden Smart-Home-Automatisierung. Eine ausführliche Kaufcheckliste mit Erläuterung jedes einzelnen Kriteriums bietet der Artikel Wallbox kaufen: Worauf es 2026 wirklich ankommt.
Preis und Ladeleistung lassen sich anhand der Datenblätter der Hersteller direkt vergleichen und unterscheiden sich zwischen den vier Modellen nur graduell. Deutlich schwerer zu bewerten ist die Art der PV-Integration: Je nach Hersteller liest die Wallbox den Überschuss direkt am Wechselrichter aus, über ein separates Messgerät am Hausanschluss oder über ein externes Energiemanagementsystem, was Zusatzkosten und Installationsaufwand bestimmt. Bei der Cloud-Abhängigkeit zählt, welche Funktionen ohne Internetverbindung erhalten bleiben: Laden ist bei allen vier Wallboxen auch offline möglich, bei App-Steuerung, Zeitplänen und Schnittstellen unterscheiden sich die Hersteller deutlich. Die Anbindung an Smart-Home-Systeme entscheidet darüber, ob sich die Wallbox in eine bestehende Automatisierung integrieren lässt, und die MID-Zähler-Option ist ausschließlich für die verbrauchsabhängige Abrechnung relevant.
Was unabhängige Wallbox-Tests von ADAC und Stiftung Warentest ergeben haben
Der jüngste Wallbox-Test des ADAC ist im Dezember 2025 erschienen, die Stiftung Warentest hat Wallboxen zuletzt im Februar 2022 getestet. Einen eigenen Testsieger für 2026 hat damit noch keine der beiden Organisationen gekürt (Stand: Oktober 2026). Die bisherigen Ergebnisse geben trotzdem eine brauchbare Orientierung, solange das Testdatum mitgelesen wird, denn Preise und Modellversionen haben sich seither teils deutlich verändert.
In der folgenden Übersicht stehen die vier jüngsten Tests fest installierter Wallboxen:
| Test | Datum | Testsieger (Note, Preis) |
|---|---|---|
| ADAC: Wallboxen für Dienstwagen (12 Modelle) | Dez. 2025 | KEBA KeContact P40 (1,6; ab 1.299 Euro) |
| ADAC: Günstige 11-kW-Wallboxen (10 Modelle) | Okt. 2024 | DELTA AC MAX Basic (1,7; 199 Euro) |
| ADAC: Wallboxen für PV-Anlagen (8 Modelle) | Okt. 2023 | Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 (1,6; 938 Euro) |
| Stiftung Warentest: Wallboxen (12 Modelle) | Feb. 2022 | zehn Modelle „gut“, zwei mit Sicherheitsmängeln |
Bewertet wurden in allen Tests vor allem Sicherheit, Zuverlässigkeit beim Laden, Ausstattung, App und Datensicherheit. Im ADAC-Test der günstigen 11-kW-Wallboxen kam es bei über 900 Ladeversuchen mit fünf Elektroautos zu keinem einzigen Ladeabbruch, alle zehn Modelle erhielten die Note „gut“. Unterschiede zeigten sich vor allem bei der Ausstattung und beim Stand-by-Verbrauch, der je nach Modell zwischen 4,4 und 52,6 Kilowattstunden im Jahr lag.
Für Haushalte mit Photovoltaik ist der ADAC-Test von Wallboxen für PV-Anlagen aus dem Oktober 2023 am aufschlussreichsten. Testsieger wurde die Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 mit der Note 1,6, vor der Entratek Power Dot Fix (1,8) und der KEBA KeContact P30 PV-Edition (1,9). Wie viel Solarstrom eine Wallbox tatsächlich ins Auto bringt, lag nach Angabe des ADAC außerhalb des Testumfangs: Ladestrategie und erreichbarer PV-Ertrag wurden nicht bewertet. Geprüft wurde unter anderem, ob eine Wallbox selbst zwischen ein- und dreiphasigem Laden umschaltet oder dafür ein Zusatzmodul oder den Energiemanager des Herstellers braucht. Die Anbindung an Wechselrichter und Energiemanagement steht deshalb im Mittelpunkt des Abschnitts zur PV-Integration weiter unten.
Die Testpreise sind inzwischen teils überholt. Die DELTA AC MAX Basic etwa war laut ADAC schon im Januar 2025 ausverkauft oder nur noch zu höheren Preisen erhältlich.
Trydan war in keinem dieser vier Tests vertreten. Von den hier verglichenen Herstellern finden sich Easee im Test der Stiftung Warentest 2022 (Easee Home, „gut“, 1,9) und Zaptec im ADAC-Test 2025 (Zaptec Pro, 1,8). Der Vergleich in diesem Artikel beruht deshalb auf den Herstellerangaben von Trydan, go-e, Easee und Zaptec und ordnet sie nach Anwendungsfall ein.
Wie sich Preis und Ladeleistung der verglichenen Wallboxen unterscheiden
Die folgende Tabelle stellt Trydan, go-e, Easee und Zaptec anhand der wichtigsten technischen Merkmale gegenüber. Grundlage sind die öffentlich verfügbaren Datenblätter der Hersteller sowie die Produktangaben von Trydan, Stand 2026.
| Trydan | go-e | Easee | Zaptec | |
|---|---|---|---|---|
| Ladeleistung | 7,4/11/22 kW | 11/22 kW | 7,4-22 kW | 7,4/11/22 kW |
| PV-Integration | Direkt per WiFi zum Wechselrichter, keine Zusatzhardware | Automatisch mit go-e Controller (Zusatzkauf) oder externem EMS | Automatisch mit Easee Equalizer (Zusatzkauf) | Automatisch mit Zaptec Sense (Zusatzkauf) oder externem EMS |
| Lastmanagement-Zubehör inklusive | ✓ V2C ControlBox + Stromzange | ✗ go-e Controller (Zusatzkauf) | ✗ Equalizer + Amp (Zusatzkauf) | ✗ Zaptec Sense (Zusatzkauf) |
| Lokal ohne Cloud nutzbar | ✓ | ✓ App per Hotspot, lokale API | ✗ Laden offline, Smart-Funktionen über Cloud | ✗ Laden offline, Smart-Funktionen über Cloud |
| Home Assistant (Core-Integration) | ✓ lokal | ✗ lokal per MQTT oder Community-Integration | ✗ Community-Integration über Cloud | ✗ Community-Integration über Cloud |
| evcc | ✓ lokal | ✓ lokal | ✓ über Cloud oder OCPP | ✓ über Cloud oder OCPP |
| OCPP | ✓ 1.6 | ✓ 1.6 | ✓ 1.6J | ✓ 1.6J |
| MID-Zähler (Dienstwagen) | ✓ optional verfügbar | ✓ im Charger PRO | ✓ in der Charge Max | ✓ serienmäßig in der Go 2 |
| Preis (Gerät) | ab 865,63 € | ab 575 € | ab 520 € | ab 589 € |
| Gesamtpreis inkl. Lastmanagement (11 kW) | 952,14 € | ca. 824 € | ca. 919 € | ca. 838 € |
Trydan ist zusätzlich in einer dreiphasigen Variante mit 11 oder 22 kW ab 952,14 € erhältlich. Bei allen vier Herstellern ist der Einstiegspreis für die jeweils günstigste Ladeleistungsstufe angegeben.
Bei der Ladeleistung liegen alle vier Hersteller nah beieinander, mit 11 kW als praxisrelevanter Standardleistung für die meisten Haushalte. Deutlichere Unterschiede zeigen sich bei PV-Integration und Cloud-Abhängigkeit, den beiden Kriterien mit dem größten Einfluss auf Bedienung und Betriebskosten im Alltag. Beim MID-Zähler unterscheidet sich vor allem, ob er als Option zum gewählten Modell oder nur in einem eigenen Modell erhältlich ist.
Gesamtkosten für PV-Überschussladen im Vergleich
Für automatisches PV-Überschussladen setzen go-e, Easee und Zaptec ein separat erhältliches Messgerät am Hausanschluss ein (go-e Controller, Easee Equalizer mit Equalizer Amp, Zaptec Sense), alternativ übernimmt ein externes Energiemanagementsystem die Steuerung. Die Preisübersicht enthält jeweils das herstellereigene Zubehör. Trydan liest den Überschuss bei kompatiblen Wechselrichtern direkt per WLAN aus. Preise: Straßenpreis Basismodell pro Gerät zzgl. des jeweils benötigten Zubehörs für dynamisches Lastmanagement bzw. PV-Überschussladen, Stand 14. Juli 2026, ohne Installation. Quellen: Geizhals.de, offizielle Hersteller-Shops. go-e Gemini flex (575 €) + go-e Controller (249 €, offizieller Shop); Easee Charge Up (520 €) + Equalizer + Amp (399 €); Zaptec Go (589 €) + Zaptec Sense, Modell 900-00026 (249 €). Trydan enthält die Stromzange für dynamisches Lastmanagement bereits im Lieferumfang. Verglichen wird die dreiphasige Variante mit 11 kW (952,14 €, Preis V2C-Shop), die einphasige Variante mit 7,4 kW ist ab 865,63 € erhältlich.
Welche Wallbox die direkteste PV-Integration bietet
Trydan verbindet sich direkt und lokal per WiFi mit dem Wechselrichter, unter anderem von SMA, Fronius, Huawei, Kostal, SolarEdge, SolaX und Victron, über Modbus TCP im lokalen Netzwerk. Die Verbindung kommt ohne Zusatzhardware und ohne Cloud-Abhängigkeit aus, der verfügbare Solarüberschuss wird automatisch erkannt und die Ladeleistung entsprechend angepasst (Solar-Lademodus). Zusätzlich passt ein dynamisches Lastmanagement die Ladeleistung an die verfügbare Anschlussleistung an, sodass auch bei begrenztem Netzanschluss keine Überlastung entsteht. Zwischen Solar-, Zeitplan- und manuellem Lademodus lässt sich jederzeit über die App wechseln, je nachdem, ob Solarstrom, ein günstiger Netztarif oder eine schnelle Vollladung im Vordergrund steht. Das Gehäuse ist mit Schutzart IP54 sowohl für die Innen- als auch für die Außenmontage ausgelegt.
go-e nutzt für PV-Überschussladen den go-e Controller, der die Stromflüsse im Gebäude misst und laut Hersteller mit allen Wechselrichtern kompatibel ist. Alternativ steuert ein Energiemanagementsystem mit offener Schnittstelle die Wallbox, etwa Home Assistant, Loxone oder Solar Manager. Easee passt die Ladeleistung in Verbindung mit dem Easee Equalizer automatisch an die Solarerzeugung an, in Anlagen ohne geeigneten Smart Meter ergänzt um den Equalizer Amp. Zaptec erkennt Überschuss mit Zaptec Sense am Hausanschluss, in Deutschland zunächst für ausgewählte Heimanlagen in TN-Netzen, oder über ein externes Energiemanagementsystem per API oder OCPP. Eine direkte Verbindung zum Wechselrichter bietet unter den vier verglichenen Wallboxen nur Trydan. Welche Wechselrichter-Modelle im Detail mit Trydan kompatibel sind, ist im Artikel Wallbox mit PV-Anlage verbinden zusammengefasst.
Welche Wallbox sich lokal ohne Cloud und mit Home Assistant oder EVCC betreiben lässt
Trydan lässt sich vollständig lokal und offline betreiben, ein externer Server ist für den Ladebetrieb nicht erforderlich. Für die Anbindung an Smart-Home-Systeme steht eine native Integration in Home Assistant und EVCC bereit, jeweils ohne Cloud-Abhängigkeit, zusätzlich eine native Anbindung an Amazon Alexa, eine offene API für eigene Integrationen sowie Kompatibilität mit dem offenen Ladeprotokoll OCPP 1.6. Zwischen Solar-, Zeitplan- und manuellem Lademodus lässt sich jederzeit über die App wechseln.
go-e, Easee und Zaptec sind mit OCPP 1.6 kompatibel und lassen sich in evcc einbinden. go-e bietet zusätzlich lokale Schnittstellen (HTTP-API, MQTT, Modbus TCP), über die sich die Wallbox auch ohne Cloud in Home Assistant und evcc einbinden lässt. Easee und Zaptec binden evcc und Home Assistant über die jeweilige Hersteller-Cloud an, alternativ über OCPP. Eine Core-Integration in Home Assistant gibt es unter den vier Herstellern nur für Trydan, für go-e, Easee und Zaptec existieren Community-Integrationen. Für Haushalte mit bestehender Smart-Home-Automatisierung ist vor allem relevant, ob die Anbindung lokal oder über die Cloud des Herstellers läuft, da eine lokale Verbindung auch bei Internetausfall erhalten bleibt. Über die offene API von Trydan lassen sich zudem eigene Integrationen realisieren, etwa für individuelle Automatisierungsregeln oder die Anbindung an weitere Haussteuerungssysteme. Eine Übersicht der von Trydan unterstützten Plattformen bietet der Artikel Wallbox im Smart Home.
Welche Wallbox für die Dienstwagenabrechnung mit MID-Zähler infrage kommt
Wird ein Dienstwagen zu Hause geladen, verlangt das BMF-Schreiben vom 11. November 2025 für die steuerfreie Erstattung der Stromkosten einen gesonderten Stromzähler, stationär oder mobil und ausdrücklich auch wallbox- oder fahrzeugintern (Rn. 27). Eine MID-Zertifizierung fordert es dabei nicht, viele Arbeitgeber setzen einen MID-konformen Zähler aber für eine revisionssichere Abrechnung voraus. Trydan unterstützt die Integration eines MID-konformen Stromzählers optional und ist zudem §14a-EnWG-konform ausgelegt, was für die Einbindung ins Verteilnetz relevant ist. Laden Dienstwagen und Privatfahrzeug an derselben Wallbox, ist Trydan Pro als Variante mit MID-Zähler erhältlich und ordnet jeden Ladevorgang per RFID oder NFC einem Nutzer zu. Zaptec verbaut in der Go 2 serienmäßig einen MID-zertifizierten Zähler und positioniert sich zusätzlich stark im Bereich des Lastmanagements für Mehrfamilienhäuser, wo mehrere Ladepunkte die verfügbare Anschlussleistung untereinander aufteilen. go-e führt mit dem Charger PRO, Easee mit der Charge Max jeweils ein Modell mit integriertem MID-Zähler, das es auch in eichrechtskonformer Ausführung gibt. Die Einstiegsmodelle Gemini flex und Charge Up aus der Preisübersicht dieses Vergleichs verfügen über keinen MID-Zähler.

Wie sich go-e, Easee und Zaptec im Wallbox-Vergleich einordnen
go-e ist ein österreichischer Hersteller. Das aktuelle Sortiment umfasst die Charger Gemini flex und Gemini, beide auch als Version 2.0 mit Mobilfunk, sowie CORE und PRO. Die Gemini-Modelle gibt es mit 11 oder 22 kW Ladeleistung. Die Gemini flex ist sowohl fest installierbar als auch tragbar nutzbar, ein in diesem Marktsegment eher seltenes Konstruktionsprinzip, das sich vor allem für Nutzer mit wechselndem Ladeort eignet. go-e positioniert sich unter anderem über einen niedrigen Einstiegspreis. Für die Dienstwagenabrechnung bietet go-e den Charger PRO mit integriertem MID-Zähler an, auf Wunsch auch eichrechtskonform.
Easee ist ein norwegischer Hersteller. Für das Laden zu Hause bietet Easee die Charge Up und die Charge Max an, für den gewerblichen Einsatz, etwa in Mehrparteiengebäuden, die Charge Core und die Charge Pro, jeweils mit bis zu 22 kW Ladeleistung. Die Wallboxen sind für ihre kompakte, designorientierte Bauform bekannt und werden über ein breites Installateur-Netzwerk vertrieben. PV-Überschussladen erfolgt automatisch in Verbindung mit dem Easee Equalizer, der als Zubehör erhältlich ist. Einen integrierten MID-Zähler hat Easee mit der Charge Max im Programm, die es auch als eichrechtskonforme Variante gibt.
Zaptec ist ebenfalls ein norwegischer Hersteller mit den Modellen Zaptec Go 2, dem Nachfolger der Zaptec Go, für den privaten und Zaptec Pro für den gewerblichen Einsatz, mit 7,4, 11 oder 22 kW Ladeleistung. Zaptec ist nach Herstellerangaben besonders auf Lastmanagement-Szenarien in Mehrfamilienhäusern spezialisiert, unterstützt OCPP 1.6J und verbaut in der Go 2 einen MID-zertifizierten Zähler. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über Fachhändler und Installationsbetriebe.
Welche Rolle Installation und Netzbetreiber-Anmeldung im Vergleich spielen
Fest installierte Wallboxen schließt vor der Inbetriebnahme eine zertifizierte Elektrofachkraft an, anschließend folgt die Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber. Für die go-e Gemini flex ist laut Hersteller kein Elektriker nötig, sofern bereits eine passende CEE-Steckdose vorhanden ist; diese Steckdose installiert eine Elektrofachkraft. Die Meldung erfolgt direkt beim Netzbetreiber, ab mehr als 11 kW Ladeleistung ist zusätzlich eine gesonderte Genehmigung des Netzbetreibers erforderlich. Dieser Schritt betrifft Trydan, go-e, Easee und Zaptec gleichermaßen und ist unabhängig vom Kriterienvergleich in diesem Artikel verpflichtend. Für Trydan steht Go Elektrik als zertifizierter Installationspartner bereit, weitere Details zum Ablauf der Anmeldung fasst der Artikel Wallbox kaufen: Worauf es 2026 wirklich ankommt zusammen. Den technischen Montageablauf aus Sicht des Elektrofachbetriebs beschreibt zusätzlich der Beitrag Wallbox montieren: was Elektriker in 30 Minuten schaffen.
So wählt man die passende Wallbox aus
- Bedarf ermitteln: Fahrzeugtyp, tägliche Fahrleistung und vorhandene Netzanschlussleistung bestimmen die passende Ladeleistung.
- Kriterien priorisieren: PV-Integration, Cloud-Unabhängigkeit, Smart-Home-Anbindung und MID-Zähler je nach Anwendungsfall gewichten.
- Modelle anhand der Vergleichstabelle prüfen: Preis, Ladeleistung und technische Ausstattung der infrage kommenden Wallboxen gegenüberstellen.
- Modell auswählen und bestellen: Trydan ist über die Produktseite in der passenden Ausstattungsvariante erhältlich.
- Installation beauftragen: Ein zertifizierter Elektrofachbetrieb übernimmt Montage und elektrischen Anschluss.
- Anmeldung beim Netzbetreiber vornehmen: Jede Wallbox muss vor der Inbetriebnahme beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden.
Kurz gesagt
Der Wallbox-Vergleich 2026 zeigt, dass sich Trydan, go-e, Easee und Zaptec bei der reinen Ladeleistung kaum unterscheiden, wohl aber bei PV-Integration und Cloud-Abhängigkeit sowie bei der Frage, in welchem Modell ein MID-Zähler erhältlich ist. Trydan verbindet sich direkt und lokal mit dem Wechselrichter, arbeitet vollständig ohne Cloud-Zwang, ist als einzige der vier Wallboxen mit einer Core-Integration in Home Assistant vertreten und bietet einen optionalen MID-konformen Stromzähler.
go-e, Easee und Zaptec erkennen PV-Überschuss über eigenes Messzubehör am Hausanschluss oder ein externes Energiemanagementsystem und setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei Preis, Bauform und Zielgruppe: go-e über einen günstigen Einstiegspreis und ein flexibles, teils tragbares Design, Easee über eine kompakte, designorientierte Bauform, und Zaptec über Lastmanagement-Lösungen für Mehrfamilienhäuser. Welche Kombination aus Kriterien im Einzelfall den Ausschlag gibt, hängt von der vorhandenen PV-Anlage, dem Smart-Home-System und der Frage ab, ob eine Dienstwagenabrechnung erforderlich ist. Welche Ladeleistung für den eigenen Anwendungsfall sinnvoll ist, ordnet der Artikel 11 kW oder 22 kW Wallbox: Was ist die richtige Wahl? ausführlich ein.
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Bei V2C werden leistungsstarke Ladestationen für Elektroautos in Europa entwickelt und hergestellt, und es wird über die neuesten Entwicklungen der Elektromobilität informiert.
FAQs
Das hängt vom Test ab: Bei den Wallboxen für PV-Anlagen (Oktober 2023) gewann die Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 mit der Note 1,6, bei den günstigen 11-kW-Wallboxen (Oktober 2024) die DELTA AC MAX Basic mit 1,7 und bei den Wallboxen für Dienstwagen (Dezember 2025) die KEBA KeContact P40 mit 1,6. Ein ADAC-Wallbox-Test aus dem Jahr 2026 lag im Oktober 2026 noch nicht vor.
Trydan verbindet sich direkt per WiFi mit dem Wechselrichter, ohne Zusatzhardware. go-e, Easee und Zaptec erkennen den Solarüberschuss automatisch über ein separat erhältliches Messgerät am Hausanschluss (go-e Controller, Easee Equalizer, Zaptec Sense) oder über ein externes Energiemanagementsystem.
Trydan lässt sich vollständig lokal und offline betreiben, ein externer Server ist für den Ladebetrieb nicht erforderlich. Auch go-e ist lokal nutzbar: Die App funktioniert über den eingebauten Hotspot, PV-Überschussladen und dynamisches Lastmanagement mit dem go-e Controller laufen laut Hersteller ohne Cloud. Easee und Zaptec laden ebenfalls ohne Internetverbindung, für Zeitpläne, Fernsteuerung und Updates ist bei beiden die Hersteller-Cloud erforderlich.
Trydan ist als einzige der vier Wallboxen mit einer lokalen Core-Integration in Home Assistant vertreten und lässt sich lokal in evcc einbinden. go-e lässt sich über lokale Schnittstellen wie MQTT oder die HTTP-API ohne Cloud in Home Assistant und evcc einbinden. Easee und Zaptec werden von evcc über die Hersteller-Cloud oder OCPP angebunden, für Home Assistant gibt es bei beiden Community-Integrationen über die Cloud.
Steuerlich genügt nach dem BMF-Schreiben vom 11. November 2025 ein gesonderter Stromzähler, ausdrücklich auch wallbox- oder fahrzeugintern. Verlangt der Arbeitgeber einen MID-konformen Zähler, kommen alle vier Hersteller infrage: Trydan mit optionalem MID-Zähler oder Trydan Pro in der Variante mit MID-Zähler, Zaptec mit der Go 2, go-e mit dem Charger PRO und Easee mit der Charge Max.
Die Preise reichen von rund 520 Euro für Einstiegsmodelle wie Easee Charge Up bis über 1.200 Euro für Modelle mit Zusatzausstattung wie Zaptec Pro. Trydan ist ab 865,63 Euro erhältlich, dreiphasig ab 952,14 Euro.
Trydan und Zaptec sind mit 7,4, 11 oder 22 kW erhältlich, go-e mit 11 oder 22 kW und Easee mit 7,4 bis 22 kW je nach Modell. Für die meisten Haushalte genügt eine Ladeleistung von 11 kW.
Ja. Nach Herstellerangaben unterstützen alle vier Wallboxen OCPP 1.6, Easee und Zaptec in der Variante OCPP 1.6J. Bei der Zaptec Go wird OCPP per Software-Update freigeschaltet, die Zaptec Go 2 unterstützt es ab Werk.
Neben Preis und Ladeleistung sollte der Vergleich vor allem die Art der PV-Integration, die Cloud-Abhängigkeit und die Smart-Home-Anbindung berücksichtigen, da sich die Anbieter hier am deutlichsten unterscheiden. Für die Dienstwagenabrechnung zählt zusätzlich, in welchem Modell ein MID-konformer Stromzähler erhältlich ist.
Trydan, go-e und Zaptec bieten jeweils Modelle mit bis zu 22 kW Ladeleistung, ebenso Easee mit einer Spanne von 7,4 bis 22 kW. Eine Ladeleistung über 11 kW erfordert zusätzlich eine Genehmigung des Netzbetreibers.